Rückblick: *STORYTELLING*u.* 200.Geburtstag des Báb *

—> STORYTELLING: 

Interkultureller und Interreligiöser Dialog zur Sepulkralkultur

im Museum für Sepulkralkultur: Zur Auftaktveranstaltung  am 23.01.2010, waren Gäste aus der Bahá’í-Gemeinde Kassel zum Thema „Grab in der Ferne“ eingeladen, um über Tod und Begräbnis in der Bahá‘í-Religion zu informieren.<—-

 

Leben und Tod sind untrennbar miteinander verbunden – aber das Leben nach dem Tod, das Jenseits wird in den Bahá’í-Schriften als ein undurchdringliches Geheimnis gesehen:

»Das Wesen der Seele nach dem Tode lässt sich niemals beschreiben, noch ist es angemessen und erlaubt, ihre ganze Beschaffenheit den Augen der Menschen zu enthüllen.«

Bahá’u’lláh schrieb weiter:

»Das Jenseits ist so verschieden vom Diesseits wie diese Welt von der des Kindes, das noch im Mutterleib ist. Wenn die Seele in die Gegenwart Gottes gelangt, wird sie die Gestalt annehmen, die ihrer Unsterblichkeit am besten ansteht und ihrer himmlischen Wohnstatt würdig ist.« (ÄL)

»O Sohn des Menschen!

Du bist Mein Besitz, und Mein Besitz vergeht nicht.

Warum fürchtest du deine Vergänglichkeit?

Du bist Mein Licht, und Mein Licht verlöscht nie.

Warum fürchtest du dein Verlöschen?

Du bist Meine Herrlichkeit, und Meine Herrlichkeit schwindet nicht.

Du bist Mein Gewand, und Mein Gewand veraltet nicht.

So bleibe in deiner Liebe zu Mir, damit du Mich im Reiche der Herrlichkeit findest. «

                                                              – Bahá’u’lláh-

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*200- Geburtstag des Báb *

Wie die Bahá‘í weltweit lud auch die Bahá‘í-Gemeinde in Kassel zu diesem besonderen Festtag ein und feierte am 28. Oktober 2019 mit ihren Gästen im Stadtteilzentrum Vorderer Westen, sowie am Folgetag  mit den Freunden der Bahá‘í in Korbach im dortigen Bürgerhaus.

 

  • Weltweite Feiern zum 200. Geburtstag des Báb,                                                            dem Vorläufer der Bahá‘í-Religion

Schrein des Báb am Berg Karmel in Haifa

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  •  Film: „Dawn of the Light“                                                          

Der 48-minütige Film „Dawn of the Light“ (Anbruch
des Lichts) folgt der persönlichen Suche nach Wahrheit
und Sinn, auf die sich acht Menschen aus verschiedenen
Teilen der Welt begeben haben. Sie erzählen von ihrer Entdeckung, dass Gott zwei göttliche Boten – den Báb
und Bahá’u’lláh – gesandt hat, deren Lehren das mensch-
liche Denken und Verhalten revolutionieren.
Die Geschichten der acht Freunde werden vor dem Hintergrund des bemerkenswerten Lebens des Báb, des Vorläufers Bahá’u’lláhs, dargestellt.
Im Oktober 2019 feiern Bahá’í-Gemeinden weltweit
das 200. Jubiläum der Geburt des Báb in vielfältiger Weise
und regen zum Nachdenken an über den Beginn des Bahá‘í-Glaubens, seine Lehren und wie diese in die Gesellschaft damals wie heute hineinwirken.


Der Báb – Herold des Bahá’í-Glaubens

Dekorativ ausgemalte Schrifttafel des Báb

Der Bahá’í-Glaube hat seine Wurzeln in Persien. Mitte des 19. Jahrhunderts, als für die Länder Europas und Nordamerikas eine Periode beispielloser technologischer, materieller und politischer Weiterentwicklung begann, war dieses einstmals glorreiche Land in politischem und religiösem Verfall versunken. Es war eine Zeit großer religiöser Erwartungen. Vorhersagen von Bibelkundlern entfachten in den Vereinigten Staaten und Europa eine Welle adventistischer Bewegungen. Im Orient verkündeten Islamgelehrte eifrig, dass der im Koran verheißene „Tag der Wiederkunft“ bevorstehe. Weltweit hatten andere Glaubensrichtungen und Überlieferungen bereits lange das Erscheinen eines Verheißenen vorausgesehen.

1844 verkündete in Shiraz in Persien ein junger Kaufmann, Siyyid ‘Alí-Muhammad, der Sich Selbst als der Báb (das Tor) bezeichnete, dass Er der Träger einer neuen Offenbarung Gottes sei. Der Báb rief die Menschen auf, selbst nach der Wahrheit zu suchen und sich vorzubereiten auf das Kommen von „Ihm, den Gott offenbaren wird“ – einem weiteren Göttlichen Boten, größer als Er Selbst, Der bald erscheinen werde, um weltweit die Menschheit zu Gerechtigkeit, Einheit und Frieden zu führen.

Der Báb verfasste eine Vielzahl an Schriften, darunter ausdrucksstarke Gebete sowie tiefgründige Abhandlungen und Kommentare, von denen viele auf den kommenden Göttlichen Lehrer hinwiesen. Er war ein Fürsprecher der Armen, rief zum Fortschritt der Frauen auf und befürwortete allgemeine Bildung und wissenschaftliches Studium – damals radikale Ideen in einer von einer fanatischen religiösen Orthodoxie unterdrückten Gesellschaft. Religiöse und zivilgesellschaftliche Autoritäten Persiens, die diesen fortschrittlichen neuen Glauben als Bedrohung empfanden, verhafteten den Báb und misshandelten, inhaftierten und töteten Tausende Seiner Anhänger, womit sie einen Präzedenzfall schufen für Wellen von religiöser Verfolgung der Bahá’í, die bis heute andauern. Jedoch breitete sich die Bewegung trotz aller Unterdrückungsversuche wie ein Flächenbrand aus.

Eine der mutigsten Anhängerinnen des Báb war die Dichterin Táhirih, die bestrebt war, die ihr als Frau in einer traditionsreichen Gesellschaft auferlegten Beschränkungen zu überwinden. Sie gab ihr Leben für die Sache des Báb. „Ihr könnt mich töten, sobald ihr wollt“, sagte sie ihren Mördern, „aber die Emanzipation der Frauen könnt ihr nicht aufhalten.“

Im Jahr 1850 fand die sechsjährige Wirkungszeit des Báb mit Seiner Hinrichtung durch ein Erschießungskommando auf einem öffentlichen Platz in Täbris ein jähes Ende. Das Licht jedoch, welches der Báb im Lande entzündet hatte, war nicht so einfach auszulöschen.

Gibt es einen Befreier von Schwierigkeiten außer Gott?
Sprich: Gelobt sei Gott!
Er ist Gott!
Alle sind Seine Diener und alle unterstehen Seinem Befehl.

—DER BÁB

 

 

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